Grundlagen Workshop: „Antisemitismus verstehen, erkennen, benennen“ | Basic workshop: ‘Understanding, recognising and naming anti-Semitism’
Inhalte
Heutige Formen von Antisemitismus äußern sich oft über Umwege: in
geschichtsklitternden Aussagen, im Hass auf Israel, in verkürzter Eliten und Kapitalismuskritik oder Verschwörungstheorien.
Bei der Verbreitung von Ressentiments und Stereotypen spielen auch soziale Medien und die Populärkultur eine zentrale Rolle. Dabei ist es nicht immer ganz einfach den antisemitischen Kern von Aussagen, Beiträgen oder Bildern zu erkennen. Gleichzeitig entzünden sich immer wieder Debatten darum, bei welchen Phänomenen es sich um Antisemitismus handelt. Das gilt besonders im Umgang mit Israel. Die Frage darum, was Kritik ist und was die Anwendung antisemitischer Narrative auf den jüdischen Staat, wird nicht nur in Deutschland regelmäßig ausgetragen. Während des Workshops werden die verschiedenen aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus sowie Ansätze, das Phänomen zu definieren vorgestellt. Außerdem soll es um die historische Entwicklung von Antisemitismus gehen und es werden antisemitische Codes und Bilder in aktuellen Debatten aufgezeigt. In der Arbeit an konkreten Beispielen lernen die Teilnehmer*innen, antisemitische Bilder und Erzählungen zu erkennen und adäquat einzuordnen: Wie erkenne ich Aussagen, die einen antisemitischen Kern beinhalten, aber sich beispielsweise einer Form von „Umwegkommunikation“ bedienen? Welche Formen der Neuformulierung traditioneller antisemitischer Erzählungen gibt es?
Today's forms of anti-Semitism often express themselves indirectly: in statements that distort history, in hatred of Israel, in simplistic criticism of elites and capitalism, or in conspiracy theories.
Social media and popular culture also play a central role in spreading resentment and stereotypes. It is not always easy to recognise the anti-Semitic core of statements, posts or images. At the same time, debates repeatedly flare up about which phenomena constitute anti-Semitism. This is particularly true when it comes to Israel. The question of what constitutes criticism and what constitutes the application of anti-Semitic narratives to the Jewish state is regularly debated, and not only in Germany. During the workshop, the various current manifestations of anti-Semitism and approaches to defining the phenomenon will be presented. The historical development of anti-Semitism will also be discussed, and anti-Semitic codes and images in current debates will be highlighted. Working with concrete examples, participants will learn to recognise anti-Semitic images and narratives and classify them appropriately: How can I recognise statements that contain an anti-Semitic core but use a form of ‘indirect communication’, for example? What forms of reformulation of traditional anti-Semitic narratives exist?
Leitung
keine Angabe
Teilnahmekreis
keine Angabe
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Stabsstelle Chancengleichheit, Diversität und Familie
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